Pressemitteilung Nr. 24/2026
Emmendingen, den 07.07. 2026
Rüdiger Tonojan MdL im Austausch mit der wvib Schwarzwald AG
Zu einem ersten Kennenlerngespräch traf sich Rüdiger Tonojan MdL mit Hauptgeschäftsführerin Hanna Böhme von der wvib Schwarzwald AG (Wirtschaftsverband Industrieller Unternehmen Baden e.V.).
Die wvib Schwarzwald AG vertritt als Interessenverband über 1.000 überwiegend familiengeprägte, mittelständische Industrieunternehmen in ganz Baden-Württemberg und bietet seinen Mitgliedern neben politischer Interessenvertretung auch Erfahrungsaustausch und Weiterbildung.
Im Mittelpunkt des Gesprächs stand die aktuelle wirtschaftliche Lage der Mitgliedsunternehmen. Böhme schilderte die vielschichtigen Herausforderungen, denen sich der industrielle Mittelstand derzeit gegenübersieht: hohe Energiepreise, globale Krisen wie der Krieg in der Ukraine und die Lage im Nahen Osten, die Steuer- und Sozialabgabenlast sowie zunehmende Bürokratie. Die Situation für Unternehmen in Deutschland sei komplex, einfache Lösungen gebe es nicht.
„Wichtig war mir dabei auch die Frage, wie wir über die wirtschaftliche Lage sprechen", so Tonojan.
Böhme merkte an, dass Stimmung und tatsächliche Lage schlecht sind. Viele Unternehmen stehen vor harten Strukturmaßnahmen, weil die Kosten am Standort international nicht mehr wettbewerbsfähig sind. Hanna Böhme warb für einen aufrichtigen, sachlichen Diskurs zu diesen Entwicklungen zwischen Wirtschaft, Politik und Medien.
Ein weiterer Schwerpunkt des Austauschs war die Wirtschaftsförderung. Böhme plädierte dafür, Förderprogramme insgesamt kritisch zu hinterfragen: Antragsverfahren seien oft zu kompliziert und aufwendig, während der wirtschaftliche Nutzen der Programme überschaubar bleibt und vor allem Mitnahmeeffekte entstehen. Ihr Vorschlag: stärker auf Innovationsförderung und Technologietransfer statt auf die „Gießkanne" zu setzen.
„Ich nehme aus diesem Gespräch wichtige Impulse mit", so Tonojan. „Der Austausch mit der wvib Schwarzwald AG zeigt mir, wie wichtig der direkte Dialog mit der Wirtschaft vor Ort ist, um zu verstehen, wo die eigentlichen Herausforderungen liegen." Ein weiterer Austausch ist geplant.