Landtagsabgeordnete Rüdiger Tonojan und Meike Günter zu Besuch im Haus Rheinaue
Pressemitteilung Nr. 38/2026
Emmendingen, den 03.11.2026
Eine Pflegeeinrichtung, die sich weniger wie ein Heim anfühlt, in der sich Angehörige individuell einbringen können und in der gleichzeitig rund um die Uhr Pflegefachkräfte zur Verfügung stehen – das wünschen sich viele Pflegebedürftige und deren Familien. Im Haus Rheinaue in Wyhl wird genau das angeboten.
Dahinter steckt das Konzept „Stambulant“ – eine Kombination aus stationär und ambulant. Wie in der stationären Pflege steht hier rund um die Uhr Pflegefachpersonal zur Verfügung. Wer zusätzliche Leistungen braucht, kann diese ambulant in Anspruch nehmen und wenn gewünscht auch Angehörige einbinden.
Die Bewohnerinnen und Bewohner der Hauses Rheinaue in Wyhl leben in vier Wohngemeinschaften zusammen, in denen Küche und Wohnzimmer jeweils geteilt werden. Hier wird ein großer Teil des Alltags zusammen verbracht – und beim gemeinsamen Kochen und Backen oder der anstehenden Strickmeisterschaft nicht nur Gemeinschaft gelebt, sondern zum Beispiel beim Waschen der eigenen Wäsche auch möglichst viel Selbständigkeit erhalten.
Betrieben wird das Haus Rheinaue von der BeneVit Gruppe. Auf Einladung von Gründer und Geschäftsführer Kaspar Pfister besuchte der Emmendinger Landtagsabgeordnete Rüdiger Tonojan zusammen mit seiner Kollegin Meike Günter, Sprecherin der grünen Landtagsfraktion für Pflege und soziale Teilhabe, das Haus Rheinaue, um sich über das Konzept Stambulant und dessen Zukunftschancen zu informieren.
Im Rahmen im Januar dieses Jahres in Kraft getretene Gesetz zur Befugniserweiterung und Entbürokratisierung in der Pflege“ (BEEP) sollten alternative Wohnformen, darunter auch „stambulant“, bis zum Jahresende entwickelt und evaluiert werden. Vom Ergebnis dieser Evaluation hängt ab, ob das Konzept „stambulant“ ab 2027 endlich auch von anderen Einrichtungen umgesetzt werden kann.
Rüdiger Tonojan und Meike Günter waren beeindruckt vom Haus Rheinaue: „Hier wird Pflege umgesetzt, wie man sich das für die eigene Familie wünscht. Und gerade im Ländlichen Raum können solche Konzepte eine echte Alternative zu anderen Formen der Pflege sein.“, so Rüdiger Tonojan. Meike Günter ergänzte: „Nach zehn Jahren braucht es jetzt eine klare Regelung für die Fortsetzung von Stambulant. Im Haus Rheinaue in Wyhl zeigt dieses sehr innovative Konzept für Pflegeeinrichtungen, wie Pflege vor Ort sehr gut gelingen kann und dabei Wünsche und individuelle Bedarfe von Pflegebedürftigen und ihren Angehörigen sowie die optionalen ambulanten Leistungsangeboten ganzheitlich im Sinne der pflegebedürftigen Menschen zusammenführt. Wir hoffen sehr, dass das Haus Rheinaue und auch zahlreiche weitere Einrichtungen, die auf dieses Konzept umstellen wollen, Planungssicherheit für das kommende Jahr - vor allem aber auch für eine langfristige Zukunft in Baden-Württemberg erhalten.“
Die beiden Abgeordneten werden die Entwicklung weiter verfolgen und wollen sich weiter für gute Pflege in Baden-Württemberg einsetzen.