Pressemitteilung Nr. 08/2026
Emmendingen, den 11.02.2026
Gute Stimmung und volles Haus beim grünen Neujahrsempfang in Emmendingen
Der Landtagsabgeordnete Rüdiger Tonojan lud am Samstag, den 07. Februar gemeinsam mit dem Kreisverband der Grünen zum traditionellen grünen Neujahrsempfang ein. Dieses Jahr fand die Veranstaltung in den Räumen des Kinos CineMaja in Emmendingen statt.
Die Gastgeber freuten sich besonders über die Teilnahme von Winfried Hermann. Der Landtagsabgeordnete und Verkehrsexperte hielt die Festrede und las im zweiten Teil der Veranstaltung aus seinem Buch „Und alles bleibt anders. Meine kleine Geschichte der Mobilität.“ vor.
Nach dem ersten Musikstück der "L'Akkritz Kids", einem Kinderensemble der städtischen Musikschule Waldkirch, begrüßte Marijke Böhmer die Gäste im Namen des Kreisvorstands. Sie ließ es sich nicht nehmen auf die lange und erfolgreiche politische Karriere von Winfried Hermann einzugehen: Von seinem ersten Landtagsmandat (1984 – 1988), seiner Zeit als Mitglied des Bundestags von 1998 – 2011 und schließlich seiner Amtszeit als erster grüner Verkehrsminister Baden-Württembergs. Dieses Amt bekleidet er seit 2011 bis heute.
Nach dem Grußwort für die Stadt Emmendingen, das Christian Schuldt übernahm, wandte sich Rüdiger Tonojan an die Gäste. Bei dem bebilderten Rückblick auf sein erstes Jahr als Landtagsabgeordneter konnte Tonojan, der zum 01. April 2025 für Alexander Schoch nachgerückt war, die Kinoleinwand geschickt nutzen. Der Bericht zog sich von der Mandatsübernahme und den wichtigen Antrittsbesuchen bei Bürgermeistern im Kreis über die Sommertour im Wahlkreis und Kontakten zu Landwirten und Winzern bis hin zu Besuchen bei Unternehmen, sozialen Einrichtungen und den Blaulichtorganisationen. Er schilderte eindrücklich seine Erfahrungen aus Stuttgart, von seiner ersten Rede im Plenum des Landtags, der Ausrichtung der Klausur des AK Umwelt im Wahlkreis und seiner Arbeit in den Ausschüssen für Umwelt und Landwirtschaft. Winfried Hermann war voll des Lobes für seinen jüngeren Kollegen, der in seine neuen Aufgaben geradezu „reingesprungen“ sei.
In seinem Redebeitrag kritisierte Hermann die aus den Fugen geratene Weltordnung, die noch bis vor kurzem auf regelbasiertem, vernünftigem und Fairen Handeln geprägt war, und die jetzt völlig aus dem Ruder zu laufen drohe, wie er mit Blick auf die USA, Russland und auch die Zunahme von rechtsextremen Tendenzen in Europa und Deutschland feststellte. Er erinnerte an den Kalten Krieg, und das gegenseitige Wettrüsten, er warb für Rüstungskontrolle und sprach sich gegen Spaltung und für Integration aus.
„Ich kämpfe für eine starke und inklusive Demokratie, konsequenten Klimaschutz und nachhaltigen Frieden. Gegen menschenverachtende Rhetorik und rechtsnationale Hetze. Für soziale Gerechtigkeit und ein solidarisches Europa.", brachte Hermann sein Verständnis von Politik auf den Punkt. Mit Cem Özdemir als Spitzenkandidat mit klarem Kompass für die anstehende Landtagswahl, sei ein integrierender und sozialer Politikstil für eine ökologische und innovative Zukunft möglich.
Hermann zeigte sich durchaus optimistisch, dass sich die Grünen im Endspurt noch vor die CDU schieben, wenn sich alle Wahlkämpfer*innen noch einmal richtig anstrengen.
Mit der kleinen Lesung aus seinem Buch „Und alles bleibt anders. Meine kleine Geschichte der Mobilität.“ gewährte Hermann den Zuhörer*innen einen sehr privaten Einblick in seine Familiengeschichte und seine berufliche Entwicklung. So konnte man erfahren, dass Hermann, als Enkel eines Rollunternehmers direkt am Güterbahnhof Rottenburg aufgewachsen, früh für seine späteren Aufgaben sozialisiert wurde.
Für Hermann war Verkehrspolitik immer auch Ansporn nachhaltige Mobilität weiter voranzutreiben, die umwelt- und klimaverträglich, sozial, bezahlbar und wirtschaftlich effizient ist und Lebensqualität sichere.
Rüdiger Tonojan freute sich über den guten Zuspruch zu der Veranstaltung: Der Kinosaal war voll besetzt, und die vielen spannenden Gespräche während der Pause im Foyer sorgten nicht nur für gute Stimmung, sondern auch dafür, dass der Zeitplan nicht eingehalten werden konnte. „Mir ist der Austausch mit Bürgerinnen und Bürgern sehr wichtig - daher habe ich mich sehr gefreut, dass so viele Menschen heute die Gelegenheit genutzt haben, sich ein Bild unserer Arbeit zu machen und mit uns ins Gespräch über grüne Politik zu kommen.“, so der Abgeordnete zum Abschluss.