Pressemitteilung Nr. 31/2026
Emmendingen, den 10.08.2026
Abenteuer, Gemeinschaft und Nachhaltigkeit: Rüdiger Tonojan MdL besucht das Zeltlager der Jugend im Schwarzwaldverein an der Bockhornhütte
Hoher Besuch auf der Platte: Der Landtagsabgeordnete Rüdiger Tonojan hat das Team „LagerFEUER“ des Sommerzeltlager der Jugend im Schwarzwaldverein auf der Bockhornhütte besucht. Bei seinem Besuch gewann der Abgeordnete tiefe Einblicke in eine über Jahrzehnte gewachsene Gemeinschaft und ein modernes, nachhaltiges Camp-Konzept und zeigte sich beeindruckt vom ehrenamtlichen Engagement der jugendlichen und erwachsenen Betreuer*innen.
Jedes Jahr in den Sommerferien veranstaltet die Jugend & Familie im Schwarzwaldverein drei Zeltlager auf der Bockhornhütte - und das schon seit über 50 Jahren. Wie so ein Lager organisiert wird, was die Teilnehmer*innen erwartet und welches Engagement dahintersteckt, das hat sich der Emmendinger Landtagsabgeordnete Rüdiger Tonojan bei einem Besuch auf der Platte angeschaut.
Den Auftakt dieses Jahr macht das Team „LagerFEUER“. Die 72 Kinder im Alter von 10 bis 15 Jahren des zweiwöchigen Lagers werden von rund 40 Ehrenamtlichen, darunter ein achtköpfiges festes Küchenteam, betreut. Untergebracht sind die Teilnehmenden nach Geschlechtern getrennt in 12-Personen-Zelten. Mehrere Betreuer*innen, die in separaten kleineren Zelten schlafen, sichern die Rundum-Betreuung.
Stolz präsentierte das Team die über die Jahre gewachsene und gut durchdachte Infrastruktur: Das Lager setzt stark auf Klimaschutz und Modernisierung: Eine vor zwei Jahren errichtete Solaranlage wurde dieses Jahr um 10 gespendete Module samt Montage vom Freiburger Unternehmen sonnengold GmbH erweitert. Der 16 KW Speicher sorgt dafür, dass laute Dieselaggregate der Vergangenheit angehören. Zusammen mit einem neuen Großkühlschrank laufen Kühlung, Beleuchtung, Musik und das kleine Hauswasserwerk nun komplett über selbst produzierten Ökostrom.
Auch die Wasserversorgung wurde durch Forst BW modernisiert, indem die eigene Quelle neu eingefasst und eine Brunnenstube mit 3.000 Litern Fassungsvermögen errichtet wurde. Für den Fall, dass die Quelle aufgrund der langanhaltenden Trockenheit versiegt, ist das Team vorbereitet: Trinkwasser kann dann flexibel aus dem Trinkwassernetz der Gemeinde St. Peter geholt werden. Das dafür benötigte Wasserfass wird durch das THW bereitgestellt. Auch neu sind die eingenähten Böden in den großen Gruppenzelten, die selbst bei Starkregen für trockene Schlaflager sorgen.
Besonders beeindruckt war Rüdiger Tonojan vom großen Engagement aller Beteiligten: Jugendliche bekommen hier die Möglichkeit, in der Gemeinschaft neue Fähigkeiten zu entdecken, soziales Miteinander zu lernen und ein gesundes Selbstbewusstsein aufzubauen. So erlebte Tonojan während seines Besuchs, wie die Kinder voller Hingabe mit Spaten, Axt und Säge ihre Zelteingänge mit Vorbauten aus Holz schmückten. Handys gibt es im Lager nicht - was zählt, ist die Gemeinschaft. Das alles ist nur dank des ehrenamtlichen Einsatzes der knapp 40 Betreuer*innen möglich: Teilweise seit über 50 Jahren verzichten sie jedes Jahr auf ihren Sommerurlaub, und verbringen, statt in den Süden zu fahren, 2-3 Wochen mit Lageraufbau, Betreuung, Kochen und Organisation. Dabei sind die meisten Betreuer*innen selbst ehemalige „Teilis“, haben als Jugendliche also selbst am Lager teilgenommen. So auch Andreas Königer, der mit 10 Jahren zum ersten Mal dabei war und inzwischen seit knapp 30 Jahren als Betreuer aktiv ist. Rüdiger Tonojan konnte seinen großen Wunsch an die Politik gut nachvollziehen: Für ein Engagement, das einen solch großen Wert für die Gesellschaft habe, brauche es dringend mehr Unterstützung, zum Beispiel in Form von ein paar Tagen Sonderurlaub, vergleichbar mit der Freistellung für Bildungsurlaub. Die Jugendlichen würden hier nicht einfach nur eine gute Zeit verbringen; hier würde auch viel für die physische und psychische Gesundheit, für Umweltbewusstsein und Demokratieverständnis getan. Teresa Klinke, die ebenfalls die Lagerleitung innehat und seit vielen Jahren als Betreuerin dabei ist, konnte dem nur beipflichten.
Nach einem gemeinsamen Mittagessen mit traditionellen Maultaschen und Kartoffelsalat zog Tonojan ein rundum positives Fazit. Er versprach, sich im Landtag für eine bessere Unterstützung des Ehrenamts einzusetzen - und auf jeden Fall im nächsten Jahr wiederzukommen!
Mehr Infos zum Zeltlager an der Bockhornhütte unter: www.zeltlager-bockhorn.de